10 Tipps gegen Jetlag
Nach der Landung möchten Sie losziehen, doch Ihr Körper ist noch auf die Uhrzeit zu Hause eingestellt? Auf einer Reise nach Australien oder Neuseeland überqueren Sie mehrere Zeitzonen. Bis sich Ihr Schlafrhythmus daran gewöhnt hat, können einige Tage vergehen. Was wirklich hilft? Ein paar ruhige, erste Urlaubstage. Auch vor und während des Fluges können Sie einiges tun, um die Umstellung zu erleichtern. Diese zehn Tipps helfen Ihnen dabei.


1. Mit Ruhe in die Reise starten
Die letzten Aufgaben erledigen, Koffer packen und zum Flughafen hetzen? Gönnen Sie sich einen ruhigeren Start. Packen Sie Ihren Koffer rechtzeitig, halten Sie Ihre Reisedokumente griffbereit und planen Sie genügend Zeit für die Anfahrt und den Check-in ein. So bleibt vor dem Abflug noch Zeit für einen Kaffee – und die Vorfreude auf Ihre Reise.
Versuchen Sie außerdem, in den Nächten vor der Abreise ausreichend zu schlafen. Schlafmangel kann Jetlag-Beschwerden verstärken.
2. Den Schlafrhythmus vorab anpassen
Schon einige Tage vor der Abreise können Sie Ihren Schlafrhythmus schrittweise in Richtung der Zeit am Reiseziel verschieben. Bei einem Flug Richtung Osten kann es helfen, an den zwei bis drei Tagen davor jeweils etwa eine Stunde früher schlafen zu gehen und entsprechend früher aufzustehen. Bei Flügen Richtung Westen gilt das umgekehrte Prinzip. Entscheidend sind die Zeitverschiebung und Ihre Flugroute, nicht die Lage auf der Südhalbkugel.
3. Wie viel Uhr ist es?
Stellen Sie Ihre Uhr beim Einsteigen auf die Ortszeit Ihres nächsten Reiseziels um. Bei Australien lohnt sich ein genauer Blick: Je nach Region gelten unterschiedliche Zeitzonen. Haben Sie einen längeren Stopover geplant, orientieren Sie sich zunächst an der Zeit dort.
Nutzen Sie die neue Uhrzeit als Orientierung: Ist am Ziel gerade Nacht, versuchen Sie, an Bord etwas zu schlafen. Eine Schlafmaske und Ohrstöpsel können helfen, auch wenn es in der Kabine noch hell ist.
4. Machen Sie es sich gemütlich
Unsere Kollegin Brooke reist als Produktmanagerin für Australien regelmäßig nach Down Under. Ihr persönlicher Tipp für lange Flüge: lockere Kleidung in mehreren Schichten und bequeme Schuhe. So können Sie etwas an- oder ausziehen, wenn die Temperatur in der Kabine wechselt.
Auch ein Paar warme Socken gehört für Brooke ins Handgepäck. Wenn Sie die Schuhe ausziehen, bleiben Ihre Füße warm. Legen Sie alles, was Sie zum Ausruhen brauchen, griffbereit unter den Vordersitz – dann können Sie es sich nach dem Start gleich gemütlich machen.


Tipps zum schlafen im Flugzeug
Im Sitzen zur Ruhe zu kommen, fällt nicht jedem leicht. Diese Helfer nehmen wenig Platz im Handgepäck ein und können Ihnen das Ausruhen an Bord angenehmer machen:
Ohrstöpsel oder Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung, um Kabinengeräusche zu dämpfen.
Eine Schlafmaske, die Licht abschirmt, wenn in der Kabine noch Betrieb ist.
Ein Nackenkissen, das Ihren Kopf beim Schlafen stützt.
Ein weicher Schal, der bei kühler Kabinenluft wärmt.
Setzen Sie sich nicht unter Druck, unbedingt einschlafen zu müssen. Machen Sie es sich bequem und gönnen Sie sich eine Pause mit geschlossenen Augen.
5. Bleiben Sie an Bord in Bewegung
Nach einigen Stunden im Flugzeugsitz tut etwas Bewegung gut. Das kann so aussehen: Stehen Sie zwischendurch auf, gehen Sie ein paar Schritte durch den Gang, sobald die Anschnallzeichen ausgeschaltet sind. Auch am Platz können Sie Ihre Füße und Beine bewegen.
In unserer Infografik zeigen wir Ihnen vier einfache Übungen, die wir selbst auf unseren Flügen nach Australien und Neuseeland nutzen.
6. Wasser ist besser als Alkohol
Wussten Sie, dass Dehydrierung eine der Hauptursachen für Jetlag ist? Die niedrige Luftfeuchtigkeit im Flugzeug sorgt dafür, dass unser Körper schneller als gewohnt austrocknet. Trinken Sie deshalb regelmäßig Wasser, um Ihren Flüssigkeitshaushalt auszugleichen.
Unser Tipp: Verzichten Sie vor und während des Fluges auf Alkohol, besonders wenn Sie an Bord schlafen möchten. Er kann das Einschlafen erleichtern, stört aber die Schlafqualität. Kaffee, schwarzer Tee und andere koffeinhaltige Getränke halten Sie wach. Lassen Sie diese deshalb in den Stunden vor Ihrer geplanten Schlafenszeit lieber aus.

7. Essen Sie leichte Mahlzeiten
Auf dem langen Weg nach Australien oder Neuseeland wird Ihnen mehrmals Essen angeboten. Sie müssen aber nicht bei jeder Mahlzeit zugreifen. Vielleicht haben Sie gerade eine bequeme Schlafposition gefunden oder einfach noch keinen Hunger.
Unser Tipp: Wählen Sie kleinere Portionen und etwas, das Sie gut vertragen – zum Beispiel eine Suppe oder ein leichtes Reisgericht. Kleine Mahlzeiten können helfen, Magenbeschwerden während der Reise zu vermeiden. So lässt es sich an Bord angenehmer ausruhen.
8. Kompressionsstrümpfe sorgen für angenehmes Fliegen
Die Schuhe sitzen nach einigen Stunden enger und Ihre Beine fühlen sich schwer an? Das kann auf langen Flügen vorkommen. Gut sitzende Kompressionsstrümpfe können helfen, Schwellungen zu verringern und die Anreise angenehmer zu machen.
Wenn Sie das ausprobieren möchten, lassen Sie sich vor der Abreise in einer Apotheke oder einem Sanitätshaus zur Passform beraten. Bei einem erhöhten Thromboserisiko besprechen Sie die Auswahl mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Und zwischendurch: ein paar Schritte durch die Kabine zu gehen und die Füße zu bewegen tut einfach gut – eine kleine Pause vom langen Sitzen.

9. Erfrischen Sie sich während des Fluges
Wir hören oft von unseren Reisenden, wie gut es tut, sich nach den vielen Stunden an Bord kurz frisch zu machen. Zähne putzen, das Gesicht waschen, etwas Creme auftragen – manchmal braucht es gar nicht viel, um sich wieder wohler zu fühlen.
Packen Sie dafür einen kleinen Kulturbeutel ins Handgepäck: mit Zahnbürste, Zahnpasta, Deodorant und Gesichtscreme. So haben Sie alles griffbereit, um sich vor der Landung oder nach der Ankunft zu erfrischen. Und der erste Kaffee in Australien oder Neuseeland schmeckt gleich noch ein bisschen besser.
10. Gehen Sie am Tag der Ankunft früh schlafen
Endlich angekommen – und am liebsten gleich alles sehen? Das verstehen wir gut. Aus unserer Erfahrung bei der Reiseplanung empfehlen wir Ihnen trotzdem, die ersten Tage bewusst ruhig zu gestalten. Sie müssen am Ankunftstag noch keine lange Strecke fahren oder ein volles Besichtigungsprogramm schaffen.
Deshalb planen wir zum Einstieg gerne mehrere Nächte an einem Ort ein. In Australien könnten Sie Ihre Reise mit drei Nächten in Sydney oder Melbourne beginnen: am Hafen spazieren, ein Café besuchen und die Stadt in Ihrem Tempo kennenlernen. In Neuseeland bietet sich eine kleine Unterkunft in der Umgebung von Christchurch an. Ihre Gastgeber haben bestimmt einen Tipp für einen ersten Ausflug ganz in der Nähe.
Ein abschließender Tipp von unseren Reisespezialisten: Nehmen Sie sich erst einmal Zeit für ein Frühstück und einen kleinen Spaziergang. Versuchen Sie, bis zum Abend wach zu bleiben. Wenn Ihnen zwischendurch die Augen zufallen, legen Sie sich ruhig für etwa 20 Minuten hin und stellen Sie sich einen Wecker. Planen Sie für die ersten Tage lieber etwas weniger ein. Sie haben Zeit – Ihre Reise darf ganz in Ruhe beginnen.

Häufige Fragen zum Jetlag
Am besten hilft es, sich möglichst schnell an die Ortszeit am Reiseziel anzupassen. Tageslicht, ausreichend Wasser, Bewegung und Schlaf zur richtigen Zeit unterstützen den Körper bei der Umstellung. Nach der Ankunft empfehlen wir, möglichst bis zum Abend wach zu bleiben und dann zur lokalen Schlafenszeit ins Bett zu gehen.
Wie lange der Jetlag anhält, ist individuell. Durch die große Zeitverschiebung zu Deutschland kann der Körper mehrere Tage für die vollständige Umstellung benötigen. Planen Sie den Beginn Ihrer Rundreise deshalb nicht zu voll und geben Sie sich nach der Ankunft etwas Zeit, im neuen Rhythmus anzukommen.
Sie können Ihren Schlafrhythmus bereits einige Tage vor Abflug schrittweise an die neue Zeitzone anpassen. Auch die Flugzeiten spielen eine Rolle. Bei der Planung schauen wir deshalb nicht nur auf Preis und Reisedauer, sondern auch darauf, wann Sie am Ziel ankommen und wie gut die Verbindung zum Start Ihrer Rundreise passt.





