Tasmanien Nationalparks & Reserves

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Foto von Wai Nang Poon

Tasmaniens Nationalparks umfassen eine Vielfalt unberührter Lebensräume und Ökosysteme mit Pflanzen und Tieren, die nirgendwo sonst auf der Erde zu finden sind. Etwa 40 % der Natur Tasmaniens sind in Nationalparks und Reservaten geschützt. Die Hälfte davon gehört zum Weltnaturerbe ‘Tasmanische Wildnis’, die einen der letzten gemäßigten Regenwälder unserer Erde beschützt. Tasmanien verfügt auch über bedeutende Meeresschutzgebiete, in denen eine empfindliche und wunderschöne Unterwasserwelt für zukünftige Generationen bewahrt wird.

Die Organisation Tasmanian Parks and Wildlife Service verwaltet Tasmaniens Nationalparks und Reservate. In den Besucherzentren der Nationalparks können Sie sich über die Tierwelt, die Geschichte und die Geologie der Parks informieren.

Wombats in Australien Wombat Mutter & Baby | Tourism Tasmania & Supplied Courtesy Of Latrobe Council

Mt Field National Park

Mt Field National Park ist einer der ältesten und zugänglichsten Nationalparks Tasmaniens. Er liegt nur eine Autostunde nordwestlich von Hobart und viele schöne Wanderwege führen durch die abwechslungsreiche Gebirgslandschaft mit ihren Regenwäldern, Seen und Moosebenen. Zu den Attraktionen gehören die vielen Wasserfälle der Region. Russell Falls ist mit seinem 3-stufigen Wasserfall einer der schönsten. Der Park bietet eine unglaubliche Pflanzenvielfalt, die sich besonders gut auf dem Pandani Grove Walk, der um Lake Dobson herumführt, entdecken lässt. Mit etwas Glück und Geduld können Sie auch Schnabeltiere beobachten. Neben 11 der 12 Vogelarten, die es nur auf Tasmanien zu sehen gibt, fühlen sich im Park auch bedrohte Tierarten, wie das Eastern Quoll und kleine Bandicoots, heimisch.

Franklin Gordon Wild Rivers National Park: Nelson Falls Franklin Gordon Wild Rivers National Park

Franklin Gordon Wild Rivers National Park

Dieser Nationalpark liegt zwischen Hobart und dem kleinen Küstenort Strahan an der Westküste Tasmaniens. Er zählt zum Weltnaturerbe “Tasmanische Wildnis” und seine wilden, unberührten Landschaften wurden in früher Zeit von Gletschern geformt, die zerklüftete Bergspitzen, tiefe Täler, Moorgras-Ebenen und sich schlängelnde Flüsse hinterließen. In den dichten Regenwäldern findet man unter anderem Huon-Kiefern, von denen manche 3000 Jahre und älter sind. Wanderwege führen zu Bergspitzen mit sensationellen Ausblicken oder zu traumhaften Wasserfällen. Der Franklin- und Gordon River, die dem Nationalpark seinen Namen gaben, fließen in ruhigem Strom durch den Regenwald. Die Gordon River Cruise ab Strahan ist eine perfekte Gelegenheit, den Park näher kennenzulernen.

Cradle Mountain-Lake St Clair National Park

Einer der bekanntesten Nationalparks in Tasmanien ist der Cradle Mountain-Lake St. Clair Nationalpark mit seinen uralten Regenwäldern, plätschernden Bächen, stillen Gletscherseen und alpinen Heidelandschaften. Auch er gehört zum UNESCO Weltnaturerbe “Tasmanische Wildnis” und sein Wahrzeichen ist der zerklüftete Gebirgskamm des Cradle Mountain. Im Park leben viele Tierarten, darunter der Tasmanische Teufel, Quolls, das Schnabeltier oder der Echidna. Besonders gut lassen sich hier aber Wombats beobachten, die zu jeder Jahreszeit häufig im Park unterwegs sind. Bei einem Besuch des Cradle Mountains sollten Sie nicht versäumen, auch einen 2-stündigen Spaziergang rund um Dove Lake zu unternehmen. Der Weg führt am Seeufer entlang durch eine bezaubernde Regenwald-Landschaft und an uralten Granit-Felswänden entlang. Unterwegs können Sie das Panorama des Cradle Mountain aus verschiedensten Perspektiven erleben. Wer die Schönheit der Natur im Cradle Mountain-Lake St. Clair Nationalpark mehrere Tage lang zu Fuß erkunden möchte, sollte den weltberühmten Overland Track begehen, der 6 Tage lang durch das Herz dieser wunderschönen Berglandschaft führt.

Tarkine Forest Reserve: Trowutta Arch Tarkine Forest Reserve: Trowutta Arch | Tourism Tasmania And Rob Burnett

Tarkine Forest Reserve

Das Tarkine Forest Reserve liegt im Nordwesten Tasmaniens und ist an Wildnis und Ursprünglichkeit kaum zu überbieten. Es umfasst das größte Gebiet gemäßigten Regenwalds in Australien. Langgezogene Sandstrände mit Sanddünen und Heidelandschaften säumen die Küste und gehören zu den abgelegensten Australiens. Naturbelassene Flussläufe schlängeln sich geruhsam durch dichte Wälder. Das Tier- und Pflanzenleben ist hier so reich und vielfältig wie die unterschiedlichen Lebensräume, in denen sie zu Hause sind. Zu den einheimischen Tierarten gehören Schnabeltier, Echidna, Wombat, Bandicoot, Opossum. Aber auch der Tasmanische Teufel und kleine Quolls fühlen sich hier wohl. Das Tarkine Forest Reserve beherbergt auch über 100 Vogelarten, darunter einige seltene und endemische Vögel wie den bedrohten Orange-bellied Parrot. Es gibt zahlreiche Wanderwege und im Süden führt die Western Explorer Tour Route bis zur kleinen Siedlung Corinna am Pieman River.

Sehenswürdigkeiten Tasmanien: Wineglass Bay Wineglass Bay | Freycinet National Park

Freycinet National Park

Der Nationalpark auf der Halbinsel an der mittleren Ostküste Tasmaniens fasziniert Besucher mit seinen Bergkuppen aus rosa Granit, einsamen azurblauen Buchten, weißen Sandstränden und einer vielfältigen Vogelwelt. Bei Wanderungen durch den Park haben Sie die Möglichkeit, einen der weltweit schönsten Strände - Wineglass Bay - zu besuchen. Die Bucht und der Strand sind nur zu Fuß oder mit einem Boot oder Kajak zu erreichen. Die Wanderung ist anspruchsvoll, aber bereits der Blick auf die schöne Bucht vom ‘Wineglass Bay Lookout’ ist mehr als beeindruckend. Der Weg zum Aussichtspunkt ist etwa 1.5 km und führt über einen moderat ansteigenden Weg. Das Panorama der pinkfarbenen Hazards Mountain Range dominiert Freycinet und das Farbenspiel fasziniert zu den unterschiedlichsten Tageszeiten. Freycinet National Park bietet eine Vielzahl von Aktivitäten. Machen Sie Spaziergänge oder wandern Sie die gesamte Länge der Freycinet Peninsula auf 3-tägigen Etappen. Schwimmen Sie in den Buchten, paddeln Sie mit dem Kajak an der Küste entlang und beobachten Sie die vielen Wildtiere, die hier zu Hause sind.

Wandern in Tasmanien: Maria Island Walk Wandern in Tasmanien | Maria Island Walk

Maria Island National Park

Maria Island ist eine - auch für tasmanische Verhältnisse - besondere Insel. Sie ist ein Naturschutzgebiet und Rückzugsort vor der Ostküste Tasmaniens. Bei einem Besuch lernen Sie historische Ruinen, weitläufige Buchten, schroffe Klippen, zerklüftete Berghänge und eine bemerkenswerte Tierwelt kennen. Maria Island ist autofrei und mit der Fähre leicht erreichbar. Die Besucherzahlen sind beschränkt, so dass Sie die Insel immer als “einsam” empfinden werden. Im 18. Jahrhundert war Maria Island ein abgelegenes und streng geführtes Lager für britische Sträflinge. Historische Gebäude auf der Insel erzählen die Geschichten der damaligen Zeit. Bei Wanderungen über die Insel erhalten Sie auch viele faszinierende Einblicke in die Erdgeschichte, wie beispielsweise an den Kalkfelsen der ‘Fossil Cliffs’, in denen eingelagerte Fossilien verewigt sind. Die ‘Painted Cliffs’ am Hopground Beach sind mit ihrem wunderschön gemusterten Sandstein, der von Wasser und Wind geformt wurde, ein eindrucksvolles Fotomotiv und an den einsamen Stränden entlang der Küste können Sie neben vielen Seevögeln auch Wombats, Pademelons, Forester Kängurus, Bennett Wallabies und den Tasmanischen Teufel beobachten. Die Gewässer rund um Maria Island gehören zu einem Meeresschutzgebiet und werden regelmäßig von Robben und Walen besucht. Die reiche Unterwasserwelt und das klare Wasser sorgen für ein spektakuläres Tauch- und Schnorchelerlebnis.

  • Bruny Island Wilderness Cruise
    Bruny Island Wilderness Cruise
  • Bruny Island: Cape Pillar
    Bruny Island: Cape Pillar
  • Delfine vor der tasmanischen Küste
    Delfine vor der tasmanischen Küste
  • Bruny Island: Robbenkolonie
    Bruny Island: Robbenkolonie
  • Bruny Island: Albino-Wallaby
    Bruny Island: Albino-Wallaby

South Bruny National Park

Bruny Island liegt 1.5 Autostunden südlich von Hobart. Die Insel unterteilt sich in eine Nord- und eine Südinsel, die durch eine lange, schmale Landbrücke aus Sand miteinander verbunden sind. Der südlichste Teil Bruny Islands gehört zum South Bruny Island National Park und bietet eine spektakuläre Landschaft mit hoch aufragenden Meeresklippen und einsamen Küstenstreifen. Der Leuchtturm am Südzipfel der Insel ist der zweitälteste Australiens. Der Nationalpark ist ein Paradies für Vogelliebhaber und kleine Beuteltierarten wie das einzigartige Albino-Wallaby sind hier heimisch. In den Wäldern wachsen riesige Eukalyptusbäume und in den Frühlingsmonaten blühen im Park seltene Orchideenarten. South Bruny ist ein Wanderparadies und bietet eine Bandbreite an leichten bis hin zu anspruchsvollen Routen. Wenn Sie zwischen Juni und Oktober dem ‘Grass Point Walk’ folgen, stehen die Chancen gut, dass Sie vorbeiziehende Südliche Glattwale beobachten können.

  • Southwest National Park: Bathurst Harbour Luftaufnahme
    Foto von Paul Fleming
    Southwest National Park: Bathurst Harbour Luftaufnahme
  • Southwest National Park in Tasmanien: Bathurst Harbour
    Southwest National Park in Tasmanien: Bathurst Harbour
  • Southwest National Park: Wandern
    Foto von Alice Hansen
    Southwest National Park: Wandern

Southwest National Park

600.000 Hektar Ursprünglichkeit und wilde, unberührte Natur - Tasmaniens größter Nationalpark gehört ebenfalls zum UNESCO Weltnaturerbe “Tasmanische Wildnis” und ist ein Eldorado für Abenteurer und Entdecker. Wenn Sie an diesen Ort kommen, werden Sie erst nach kurzer Zeit feststellen, was hier fehlt - Hintergrundgeräusche jeglicher Art. Es herrscht, bis auf das Gezwitscher der Vögel oder das Rauschen des Windes, absolute Stille. Nur ganz wenige Teile des Parks sind mit dem Auto erreichbar. Es ist durchaus üblich, sich für eine mehrtägige Wanderung von einem Flugzeug zur abgelegenen Melaleuca Bucht fliegen zu lassen, von der aus man sich dann den Weg zurück in die Zivilisation bahnt. Am Rande des Nationalparks finden Sie Möglichkeiten für kurze, leichte Wanderungen. Im Norden bietet die Gordon River Cruise ab Strahan die Möglichkeit die Schönheit der wilden Natur zu erleben. Eine der großen Bushwalks der Welt ist der South Coast Track. Winding seinen Weg von Cockle Creek im äußersten Südosten von Tasmanien. Es umfasst 66 km spektakuläre Küstenlandschaften, faszinierende Wälder und weite Ebenen. Der Große Südliche Ozean brüllt an Land, und außer dem Wasser gibt es nichts zwischen dem Wanderer und der Antarktis. Nichts für Ungeübte oder Kleinmütige, die Wanderung kann mindestens 5 Tage von Cockle Creek nach Melaleuca dauern.

Eintrittsgebühren für Nationalparks

Für den Besuch von Tasmaniens Nationalparks sind Eintrittspässe erforderlich. Diese erhalten Sie ebenfalls in den Besucherzentren. Bei einer Rundreise durch Tasmanien mit einem Mietwagen werden Sie sicherlich mehr als einen der Nationalparks besuchen. Es empfiehlt sich deshalb, einen Holiday Vehicle Pass zu erwerben. Dieser ist 2 Monate lang gültig und umfasst die Eintrittsgebühren für alle tasmanischen Nationalparks für bis zu 8 Reisende und das Fahrzeug. Er deckt auch die Kosten für den Shuttle Bus im Cradle Mountain National Park ab, der zwischen dem Visitor Centre und Dove Lake pendelt.