Kaikoura 30

Neuseeland Nord- oder Südinsel - Ein Vergleich

Haben Sie Neuseeland als Urlaubsziel ins Auge gefasst? Dann fragen Sie sich bestimmt, wohin die Reise dort am besten führen sollte. Zu Maori-Kultur und jeder Menge Abenteuer auf der Nordinsel oder lieber zu spektakulärer Natur und faszinierenden Landschaften auf Neuseelands Südinsel? Um Ihnen die Auswahl etwas leichter zu machen, nehmen wir in diesem Blogartikel die Unterschiede der Nord- und Südinsel ins Visier.

Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Aktive Rundreise-Möglichkeiten bieten beide Landesteile! Die Wahl hängt vornehmlich davon ab, wann Sie reisen möchten und wie viel Zeit Sie mitbringen. Für viele Reisende ist der Gedanke verlockend drei Wochen Jahresurlaub zu nehmen und in dieser Zeit gleich ganz Neuseeland zu erkunden. Ein “Urlaub”, bei dem man von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit hetzt, ohne Zeit für Genuss und Entspannung.

Deshalb empfehlen wir: Weniger ist mehr. Konzentrieren Sie sich lieber auf einen Landesteil oder auf ein paar ausgesuchte Highlights im Süden und Norden. Wer kann, nimmt sich für eine Reise durch ganz Neuseeland mindestens fünf Wochen (Aus-)Zeit.

Neuseeland Nordinsel vs. Südinsel

Die Nordinsel

Die Nordinsel ist dichter besiedelt als der Süden Neuseelands. Etwa drei Viertel der Neuseeländer leben hier und von ihnen wohnt die Hälfte in Auckland und um seine zwei schönen Hafenbuchten herum.

Wer die Nordinsel besucht, erlebt viel einheimische Kiwi-Kultur. Auch um die Lebensweise der Maori kennenzulernen, ist der Norden Neuseelands ideal. Denn hier befindet sich die Wiege der ursprünglichen Einwohner Neuseelands. Lohnenswert ist ein Abstecher in die Stadt Rotorua. Bei einer geführten Maori-Tour hört man von einem Maori-Guide Geschichten über das Leben damals und bereitet gemeinsam eine traditionelle Hangi-Mahlzeit zu. Weiter südlich in der (Wein-)Region Hawke’s Bay verbindet man Maori-Kultur auch gleich mit einem Besuch im Art Deco-Zentrum Napier und gutem Essen und Trinken auf einem der Weingüter.

Nicht nur Genuss und Kultur werden in Neuseelands Norden groß geschrieben, auch die Natur ist äußerst vielfältig: Im subtropischen Nordwesten säumen einsame Buchten und uralte Regenwälder die wunderschöne Küstenlinie. Im Waipoua Forest stehen die größten und ältesten Kauri-Bäume der Welt. Ihre Wurzeln reichen bis ins Bronze-Zeitalter zurück und es ranken sich zahlreiche Legenden der Maori um sie. Im Zentrum der Nordinsel ragen aktive Vulkane aus der Erde und das Erdreich dampft und zischt an zahlreichen Stellen. Heiße Quellen und sprudelnde Schlammpools versprechen heilende Wirkung.

Gut zu wissen für einen Besuch auf der Nordinsel

Tipp! Um die schönsten Seiten der Nordinsel zu entdecken, sollten Sie sich mindestens 3 Wochen Zeit nehmen.

Highlights der Nordinsel à la TravelEssence

Ausflug auf die naturgeschützte Insel Kapiti Island

Kapiti Island ist ein paradiesisches Fleckchen Erde vor der Westküste. Auf der zwei Kilometer breiten und 10 Kilometer langen Insel nördlich von Wellington beobachtet man Neuseelands Nationalsymbol, den Kiwi-Vogel. Auch zahlreiche weitere seltene Vogelarten leben in dem Schutzgebiet. Die Besucherzahl pro Tag ist auf 50 Personen begrenzt, um das empfindliche Ökosystem nicht zu stören. Außerdem gehört die Insel einer Maori-Familie, die gleichzeitig die wenigen zur Verfügung stehenden Unterkünfte führt.

Ein Segeltörn in der Bay of Islands

Wer die Bay of Islands im Osten der Nordinsel besucht, erlebt eines der schönsten Segelreviere Neuseelands. Also, nix wie rauf auf’s Boot mit Skipper, der Kurs nimmt auf weiße Strände, versteckte Buchten und idyllische Inseln. Nicht selten tauchen unterwegs auch noch Delfine, Wale und Seevögel auf.

Maori Kultur im Te Urewera Regenwald

In einer der abgelegensten Regionen der Nordinsel wandert man im größten Nationalpark des Nordens mit einem Maori-Ranger durch den Te Urewera Rainforest. Der üppige Regenwald erstreckt sich zwischen Bergen, Seen, Flüssen und Wasserfällen. Das Gebiet ist die Heimat des Tuhoe Maori-Stammes. Der Maori-Guide lässt die Landschaft durch uralte Geschichten lebendig werden. Wer möchte, pflanzt am Ende der Tour noch ein paar Bäume für die Ewigkeit und unterstützt damit ein Projekt, das nicht nur ökologisch nachhaltig ist, sondern zusätzlich einen sozialen Beitrag für die lokale Maori-Gemeinschaft leistet.

Die Südinsel

Obwohl auch die Südinsel mit einer wunderschönen Küstenlinie gesegnet ist, sind es die Berg- und Fjordlandschaften, die sie so einzigartig und sehenswert machen. Die Neuseeländischen Alpen beeindrucken mit majestätischen Gletschern wie dem Franz Josef Glacier oder Fox Glacier. Auch der höchste Berg Neuseelands, Aoraki/Mt. Cook, ragt hier mit 3.724 Metern in die Höhe. Im östlichen Teil schmiegen sich die felsigen Hänge der eleganten Remarkables Bergkette an das Ufer des Lake Wakatipu.

Christchurch ist die größte Stadt der Südinsel. Zwischen Pazifik und den Bergen der Torlesse Range bietet die moderne Metropole grüne Parks, interessante Architektur und eine lebendige Kreativ-Szene. Weinliebhaber sollten nicht versäumen, in Marlborough zu stoppen, Neuseelands größter und renommiertester Weinregion. Nicht weniger als 65 Weingüter haben sich hier angesiedelt und wer sie besucht, bekommt leckere Kostproben des weltberühmten Sauvignon Blanc serviert.

Ganz im Süden gesellt sich zur Ruhe und Natur sehnsuchtsvolle Weite. Nur vereinzelt gibt es kleine Ortschaften und man fährt oft stundenlang durch unberührte Landschaften, ohne Menschen anzutreffen.

Gut zu wissen für einen Besuch auf der Südinsel

Tipp! Um die Südinsel entspannt zu entdecken, sollten Sie sich mindestens 3 Wochen Zeit nehmen!

Highlights der Südinsel à la TravelEssence

Reise in den äußersten Süden Neuseelands

An den südöstlichen Zipfel Neuseelands “verirren” sich nur wenige Touristen. The Catlins ist eine Region mit Naturidylle pur: einsame Küstenstriche, Fahrten durch ursprüngliche Wälder, Spaziergänge an der zerklüfteten Küste über Klippen mit wunderschönen Ausblicken und zu unentdeckten Meereshöhlen. Mit etwas Glück beobachtet man zwischendurch gelbäugige Pinguine, Seelöwen und Delfine.

Delfinexkursion in Kaikoura

Der kleine Ort Kaikoura liegt nördlich von Christchurch und ist bekannt für seine artenreiche Unterwasserwelt. Meeresströmungen vor der Küste sorgen für nahrungsreiche Gewässer. Darüber freuen sich zahlreiche Wale und Delfine, die sich hier ganzjährig tummeln und Kaikoura zum idealen Ort für Wal- und Delfinexkursionen machen. Man kann die Meerestiere bei einem Rundflug aus der Luft oder vom Boot aus beobachten. Wer möchte, steigt ins Wasser, um eine Runde mit den neugierigen Meeressäugern zu schwimmen. Ein einzigartiges Erlebnis!

Unterwegs an der Westküste mit “Kiwi-Original” Johnny

Niemand erzählt so schöne Geschichten wie “unser” Johnny. Er führt Besucher zu den "Pancake"-Felsformationen und einer alten Maori-Höhle im abgelegenen Awaraki Valley. Johnny kennt jeden Winkel des Gebiets und erzählt lebhaft über seine Vorfahren und die örtliche Fauna und Flora. Die Tour mit Johnny führt offroad durch urwüchsige Wälder und eröffnet zwischendurch Ausblicke auf die schroffen Granitgipfel der Paparoa Range und über die dicht bewaldeten Ebenen der Westküste. Unterwegs tauchen Hirsche auf, die von Rotwild abstammen, das vor mehr als hundert Jahren aus Schottland nach Neuseeland eingeführt wurde.

Sie haben mehr als 3 Wochen Zeit? Dann besuchen Sie die Nord- und Südinsel

Nicht immer bleibt für eine Neuseelandreise länger Zeit als 3 Wochen. Wer sich mehr Zeit nehmen kann, sollte mindestens 6 bis 8 Wochen einplanen.

5 Gründe, warum eine Neuseelandreise im Süden starten und im Norden enden sollte:

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