Besondere Reisen nach Australien und Neuseeland
Neuseeland  Nordinsel  Maori

Maori-Kultur in Neuseeland

Māori sind die Ureinwohner Neuseelands. Sie nennen sich Tangata Whenua und kamen vor mehr als 1000 Jahren aus ihrer mythischen polynesischen Heimat Hawaiki auf die Inseln. Heutzutage sind etwa 14% der neuseeländischen Gesamtbevölkerung Maori. Ihre Geschichte, Sprache und Traditionen sind tief in Neuseelands Kultur und Identität verankert. Dabei spielt auch Manaakitanga - Gastfreundschaft - eine bedeutende Rolle. Besucher werden deshalb immer freundlich und herzlich willkommen geheißen. Auf der Nordinsel Neuseelands begegnen Sie der Maori-Kultur am besten. Für uns gehört dazu, dass wir Ihnen ermöglichen, diese einzigartige Kultur so authentisch und persönlich wie möglich zu erleben.

Geschichten und Legenden

Viele Legenden erzählen von der Ankunft der Maori in Neuseeland. Eine erzählt von einem Helden namens Maui, dessen voller Name Maui-tikitiki-a-Taranga war. Als mystischer Halbgott, der im Körper eines Jungen steckte war er eine Art Herkules der großen Meere. Maui stammte aus dem legendären Land Hawaiki, von dem niemand weiß, wo es lag. Er war Fischer und gemeinsam mit seinen Brüdern befuhr er die Meere mit einem Kanu. Mithilfe eines verzauberten Angelhakens, an dem sein Blut klebte, angelte er eines Tages einen riesigen Fisch aus dem Meer - “Te ika a Maui”, der Fisch von Maui. Aus diesem sagenhaften Fisch formte sich der Legende nach die Nordinsel Neuseelands: Der Fisch wehrte sich so heftig am Angelhaken, dass die Nordinsel heute nicht flach, sondern sehr hügelig und bergig ist. Aus der Luft betrachtet erkennt man den Fisch: Seinen Schwanz hat er im Norden. Er sieht aus wie ein Stachelrochen. Und sein Fischmaul ragt Richtung Süden. Aus der Luft kann man auch sehr gut zwei Augen erkennen: Der Wairarapa Lake und der Hafen von Wellington. Die südliche Spitze von Hawkes Bay, jenem Ort an dem Maui seinen Angelhaken ablegte, nachdem er ihn aus dem Fischmaul zog, heißt bis heute “Te Matau a Maui” - der Angelhaken von Maui. Das Kanu auf dem die Brüder reisten, „Te Waka o Maui“, wurde zur Südinsel.

Einer weiteren Legende nach entdeckte Kupe vom polynesischen Hawaiki die Insel Neuseeland im Jahr 950 vor Chr. und nannte es „Aotearoa“ - das Land der langen weißen Wolke.

Wissenschaftler vermuten, dass Neuseeland von den Maori im 13. Jahrhundert besiedelt wurde und sie aus der pazifischen Inselwelt stammen. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts veränderte sich für die Maori durch die Ankunft der Europäer vieles. Neuseeland wurde kolonisiert und die Kultur der Maori war lange Zeit nicht anerkannt. Das ist heutzutage zum Glück anders und Maori-Kultur spielt für die Identität Neuseelands eine wichtige Rolle. Sie haben ihre Maoritanga (Lebensart) zurückerhalten und zeigen stolz ihre Tattoos, leben offen ihre Traditionen und erzählen ihre Mythen und Legenden.

Neuseeland Maori Kultur

Rituale und Traditionen der Maori

Bevor die Maori die Schrift kannten, mussten sie ihre Geschichten und Legenden auf eine andere Art und Weise weitergeben - dabei spielte Kunst, Gesang (Waiata) aber auch Tanz (Haka) eine große Rolle. Noch heute gehören sie zu den essentiellen Elementen der Maori-Kultur.

In Harmonie mit der Natur

Das Naturverständnis der Maori unterscheidet sich grundlegend von dem der westlichen Welt. Sie leben in enger Verbindung und Harmonie mit der Natur und sehen sich als Teil eines Ganzen, das als Ganzes miteinander verbunden ist. Der Mensch ist dabei ein Teil der Schöpfung, Tiere und Pflanzen werden als Vorfahren angesehen und die Maori sehen sich in der Pflicht, für diese älteren Vorfahren zu sorgen. Zum Beispiel erhielt der Nationalpark Te Urewera im Jahr 2014 die gleichen Rechte wie Menschen. 2017 wurden auch dem Whanganui River dieselben Menschenrechte zugesprochen.

Haka

Der traditionelle Kriegstanz der Maori heißt Haka und wird von den Männern getanzt. Dabei versuchen sie durch Grimassen und Herausstrecken der Zunge ihre Gegner zu verunsichern und in die Flucht zu schlagen. Die Frauen haben ihren eigenen Tanz namens Poi.

Mauri ki te Mauri

Mauri steht für Lebenskraft und ist laut den Maori für das Lebensprinzip, das allen Dingen, Menschen, Tieren und Pflanzen innewohnt. Es ist der Glaube an eine belebte und beseelte Natur. Mauri ki te Mauri, bedeutet Lebenskraft zu Lebenskraft und verdient ein wenig mehr Erklärung. Die Maori glauben, dass es immer einen besonderen Austausch von Vitalität gibt, egal ob man eine Person oder einen Baum grüßt. Alles steht mit Allem in Verbindung. Diese Verbindung wird auch beim Hongi, der traditionellen Begrüßung, bei der die Maori die Nasen aneinander drücken, hergestellt. Dabei verbinden sich die Lebenskräfte zweier Menschen.

Neuseeland Maori Kultur - Hongi

Maori-Kunst

Die Maori waren und sind ein künstlerisches Volk. Ihre feinen Kunstwerke kann man in diversen Museen in Neuseeland bewundern, zum Beispiel in Wellington, Auckland und Rotorua. Bei diesen Kunstwerken handelt es sich vor allem um Holzskulpturen sowie Kunstwerke aus Stein oder Knochen. Eines der bekanntesten und besten Museen für die Maori-Kultur ist das Te Papa Tongarewa in Wellington. Maori tragen ihre Kunst auch am Körper in Form von Tätowierungen, die so genannten „Mokos“. Auch ihre „Marae“, die Gemeinschaftshäuser, sind besonders aufwändig und künstlerisch gestaltet.

Wollen Sie mehr über Maori-Kultur wissen?

Wenn Sie noch mehr über die Kultur der Maoris erfahren möchten, empfehlen wir die folgenden Bücher: 

  • “Land of the Long White Cloud” von der Sängerin Kiri Te Kanawa
  • “The Illustrated Encyclopedia of Maori Myth and Legend” von Margareth Orbell Bestel
  • “Legends of Aotearoa” von Chris Winitana
  • “Taming the Sun/Four Maori Myths” von Gavin Bishop
  • “Maui and the Suns/A Maori Tale” von Gavin Bishop
Unsere Kunden bewerten uns mit
9.6 10
Nutzen Sie unsere lokale Expertise
Informationen anfragen Infotage besuchen
Oder abonnieren Sie unseren
Newsletter
Unsere Kunden bewerten uns mit
9.6 10
Nutzen Sie unsere lokale Expertise
Informationen anfragen Infotage besuchen
Oder abonnieren Sie unseren
Newsletter