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Maori-Kultur

Die Maori, Neuseelands Ureinwohner, kennen in ihrer Kultur eine große Zahl an Geschichten und Legenden, in denen Helden aber auch Naturphänomene eine große Rolle spielen.

Geschichten und Legenden

Einer dieser Helden ist Maui oder mit vollem Namen Maui-tikitiki-a-Taranga. Er war ein mystischer Halbgott im Körper eines Jungen, eine Art Herkules der großen Meere. Maui stammte aus dem legendären Land Hawaiki, von dem niemand weiß, wo es lag. Er war Fischer und gemeinsam mit seinen Brüdern befuhr er die Meere mit einem Kanu. Eines Tages angelte er, mithilfe eines verzauberten Angelhakens, an dem sein Blut klebte, einen riesigen Fisch aus dem Meer - “Te ika a Maui”, der Fisch von Maui. Aus diesem sagenhaften Fisch wurde der Legende nach die Nordinsel Neuseelands: Der Fisch kämpfte so hart, dass die Nordinsel heute nicht flach, sondern sehr hügelig und bergig ist. Aus der Luft betrachtet erkennt man den Fisch, seinen Schwanz hat er im Norden wie ein Stachelrochen und sein Maul im Süden. Auch zwei Augen sind aus der Luft zu erkennen. Der Wairarapa See und der Hafen von Wellington. Die südliche Spitze von Hawkes Bay, jenem Ort an dem Maui den Angelhaken ablegte, nachdem er ihn aus dem Fischmaul zog, heißt bis heute “Te Matau a Maui” - der Angelhaken von Maui. Das Kanu auf dem die Brüder reisten, „Te Waka o Maui“, wird zur Südinsel. Inzwischen wird jedoch angenommen, dass der legendäre Entdecker Kupe vom polynesischen Hawaiki, Neuseeland im Jahr 950 vor Chr. entdeckte und es „Aotearoa“, das Land der langen weißen Wolke, nannte.

In den so genannten „Korero o Nehera“ (den Geschichten von früher) wimmelt es regelrecht von den Heldentaten des Maui. Es spielen aber auch andere Charaktere eine Rolle in der neuseeländischen Kultur. Da ist zum Beispiel die Legende von Taranaki, einem Vulkan der sich zusammen mit den anderen Vulkanen Tongariro, Ruapehu und Ngauruhoe in der Mitte der Nordinsel erhob. Taranaki verliebte sich hoffnungslos in Pihanga, einen nahegelegenen Hügel. Pihanga jedoch war schon mit Tongariro verheiratet. Das Resultat: ein heftiger Streit zwischen den Riesen, den Taranaki verlor. Tief getroffen und mit vielen Tränen, welche den Fluss Wanganui formten, verließ er die anderen Riesen. Taranaki zog sich in den fernen Westen der Nordinsel zurück wo noch heute zahllose Bäche und Flüsse, gefüllt von seinen Tränen über die verlorene große Liebe Pihanga, entlang seiner steilen Hänge fließen.

Viele dieser Legenden sind heute in Büchern festgehalten wie beispielsweise in “Land of the Long White Cloud” von der berühmten Sängerin Kiri Te Kanawa oder “The Illustrated Encyclopedia of Maori Myth and Legend” von Margaret Orbell sowie “Legends of Aotearoa” geschrieben von Chris Winitana. Geschichten über „Maui“ finden in Interessierte in “Taming the Sun/Four Maori Myths” und “Maui and the Sun/A Maori Tale”, beide geschrieben von Gavin Bishop.

Maori-Kunst

Die Maori waren und sind ein künstlerisches Volk. Ihre feinen Kunstwerke kann man in diversen Museen in Neuseeland bewundern, zum Beispiel in Wellington, Auckland und Rotorua. Bei diesen Kunstwerken handelt es sich vor allem um Holzskulpturen sowie Kunstwerke aus Stein oder Knochen. Bevor die Maori die Schrift kannten, mussten sie ihre Geschichten und Legenden auf eine andere Art und Weise weitergeben - dabei spielte Kunst, Gesang (Waiata) aber auch Tanz (Haka) eine große Rolle. Sie stellen auch noch heute die essenziellen Elemente der Maori Kultur dar. Besonders bekannt ist der Kriegstanz der Maori, der „Haka“, welcher von den Männern getanzt wird. Dabei versuchen sie durch Grimassen und Herausstrecken der Zunge, ihre Gegner zu verunsichern und in die Flucht zu schlagen. Maoris tragen ihre Kunst auch am Körper in Form von Tätowierungen, die so genannten „Mokos“. Auch ihre „Marae“, die Gemeinschaftshäuser, sind besonders aufwendig und künstlerisch gestaltet.

Wollen Sie mehr über Maori-Kultur wissen? 

Wenn Sie noch mehr über die Kultur der Maoris erfahren möchten, empfehlen wir die folgenden Bücher:

  • “Land of the Long White Cloud” von der Sängerin Kiri Te Kanawa
  • “The Illustrated Encyclopedia of Maori Myth and Legend” von Margareth Orbell Bestel
  • “Legends of Aotearoa” von Chris Winitana
  • “Taming the Sun/Four Maori Myths” von Gavin Bishop
  • “Maui and the Suns/A Maori Tale” von Gavin Bishop
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