Gefährliche Tiere in Australien: Worauf sollten Sie achten?

Australien ist berühmt für seine Tierwelt, und manche dieser Tiere haben zweifellos einen furchteinflößenden Ruf. Aber sollten Schlangen, Spinnen, Krokodile und Haie einen wirklich davon abhalten, dorthin zu reisen? Nach unserer Erfahrung: nein.

Kängurus am Strand in Australien

Die Frage lautet nicht: „Sind sie da?“

Die Frage lautet: „Werde ich in Sicherheit sein?“

Entscheidend ist, die Umgebungen zu verstehen, die Sie erkunden. Warnschilder, saisonale Bedingungen und lokale Hinweise gibt es aus gutem Grund, und zu wissen, wann und wo man etwas mehr Vorsicht walten lassen muss, macht den entscheidenden Unterschied aus.

Wir arbeiten mit sachkundigen lokalen Reiseleitern und Gastgebern in ganz Australien zusammen, die diese Landschaften aus erster Hand kennen. Sie helfen Ihnen dabei, die Tierwelt des Landes sicher, respektvoll und an den Orten zu erleben, an denen sie zu Hause ist.

1 Aus qld cairns Hartleys Crocodile Adventures credit Tourism and Events Queensland

Salzwasserkrokodile

In Australien gibt es sowohl Süßwasser- als auch Salzwasserkrokodile, doch es ist das Salzwasserkrokodil, das die Gewässer des Nordens beherrscht. Diese Region, die sich über Westaustralien, Queensland und das Northern Territory erstreckt, wird oft als „Crocodile Country“ bezeichnet – und das aus gutem Grund.

Salzwasserkrokodile leben sowohl in Süß- als auch in Salzwasser und können bis zu 23 Fuß lang werden. Sie sind kräftig, schnell und im Wasser am gefährlichsten, wo sie sich plötzlich auf Beute stürzen können, die sich in Ufernähe aufhält.

Deshalb sollten Warnschilder im Norden Australiens immer ernst genommen werden. Schwimmen Sie niemals in Flüssen, Billabongs, Flussmündungen oder an Stränden und halten Sie sich nicht zu nahe daran auf, es sei denn, Sie wissen, dass es sicher ist. Fragen Sie im Zweifelsfall die Einheimischen. Sie wissen, welche Gebiete man meiden sollte.

1 Aus nt crocodile credit Liam Neal

Es gibt fantastische Möglichkeiten, die Welt der Krokodile zu erleben, ohne das Gefühl zu haben, unnötige Risiken einzugehen. Hier macht es einen großen Unterschied, mit Menschen zu reisen, die die Umgebung wirklich verstehen.

Ein Erlebnis, das uns besonders gut gefällt, ist eine dreitägige geführte Kajaktour entlang des Katherine River im Nitmiluk-Nationalpark. Nachdem man die belebteren Abschnitte hinter sich gelassen hat, paddelt man mit einem ortskundigen Guide, der den Fluss, seine Tierwelt und die Bedingungen entlang der Strecke kennt, tiefer in die Landschaft hinein.

au Gecko Kayaking Katherine River region

Schlangen: Selten entdeckt, noch seltener ein Problem

Es ist ganz natürlich, auf Reisen durch Australien ein wenig Vorsicht gegenüber Schlangen zu empfinden. Das Land beheimatet einige der giftigsten Arten der Welt, darunter die östliche Braunschlange und den Inland-Taipan. Sie leben in den unterschiedlichsten Lebensräumen, von Buschland und Nationalparks bis hin zu Ackerland und abgelegenen Gebieten.

Für die meisten Reisenden sind Schlangen jedoch kein Grund zu übermäßiger Sorge. Sie meiden Menschen in der Regel und ziehen sich meist zurück, wenn sie die Gelegenheit dazu haben. Wenn Sie durch Buschland oder hohes Gras wandern, ist es ratsam, geeignetes Schuhwerk zu tragen und sich an markierte Wege zu halten.

Sehr wichtig: Sollten Sie doch einmal einer Schlange begegnen, halten Sie Abstand. Versuchen Sie niemals, sich ihr zu nähern oder sie zu berühren.

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Der scheue Inland Taipan ist die giftigste Schlange der Welt

Spinnen in Australien: Muss man sich wirklich Sorgen machen?

Spinnen sind für die meisten Menschen der größte Schrecken. In Australien gibt es einige hochgiftige Spinnenarten, darunter die Sydney-Trichterwebspinne und die Rotrückenspinne. Auf Grund ihres Rufs scheint es so, als wären sie weit verbreitet. Viel weiter, als es tatsächlich der Fall ist.

Trichterwebspinnen kommen vor allem im Osten Australiens vor, insbesondere in der Umgebung von Sydney und in Teilen von New South Wales. Rotrückenspinnen sind landesweit weiter verbreitet und bevorzugen eher geschützte Orte als belebte, offene Flächen.

Für Reisende gibt es kaum einen Grund, sich im Urlaub darüber Gedanken zu machen. Stecken Sie Ihre Hände nicht in dunkle Spalten, unter Felsen oder an Stellen, die Sie nicht sehen können, und befolgen Sie die Ratschläge Ihrer Gastgeber, wenn Sie sich in einer besonders ländlichen Gegend aufhalten.

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Der Weiße Hai

In den australischen Küstengewässern kommen Haie vor, von kleinen Riffhaien bis hin zum Weißen Hai. Der Weiße Hai ist der bekannteste und – dank des Films „Der weiße Hai“ – oft auch der am meisten gefürchtete, was zum Teil auf seine Darstellung in der Film- und Medienwelt zurückzuführen ist.

Weiße Haie kommen am häufigsten entlang der Süd- und Ostküste Australiens vor, obwohl sie auch vor der Küste Westaustraliens gesichtet wurden. Dennoch sind Haiangriffe nach wie vor selten, und Australiens beliebte Badestrände werden im Allgemeinen gut überwacht. An vielen Stränden gibt es Rettungsschwimmer, Patrouillen und Sicherheitsvorkehrungen, darunter in einigen Gebieten auch Schutznetze.

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Der Weiße Hai wird häufiger an der West-, Ost- und Südküste Australiens gesichtet

Quallen: Vorsicht ist geboten, aber kein Grund zur Panik

Neben Haien gibt es vor Australiens Küsten auch einige giftige Quallenarten. Dank eines guten Warnsystems informieren Schilder an den Stränden über mögliche Gefahren. An vielen beliebten Stränden schützen zudem Netze vor Quallen. Zusätzlichen Schutz bietet ein sogenannter „Stinger Suit“, ein dünner Neoprenanzug gegen Quallenstiche.

Die Seewespe

Die Seewespe (Würfelqualle) gilt als das giftigste Tier der Welt. Ihre bis zu drei Meter langen Tentakel sind mit hochgiftigen Nesselzellen besetzt. Sie kommt vor allem an den Küsten des Northern Territory sowie saisonal an der Ostküste und in Nord-Queensland vor.

Irukandji-Qualle

Die winzige und kaum sichtbare Irukandji-Qualle kann ebenfalls gefährliche Stiche verursachen. Sie lebt in denselben Regionen wie die Seewespe, meist in tieferen Gewässern, kann jedoch gelegentlich auch in Küstennähe auftreten.

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Halten Sie bei einem Stoppover in Singapur auch dort Ausschau nach der hochgiftigen Würfelqualle

Kängurus: Das Tier, dem Sie am ehesten begegnen

Kängurus gehören zu den Tieren, denen man auf einem Roadtrip durch Australien mit großer Wahrscheinlichkeit begegnet. Einer der Reize eines Aufenthalts in ruhigeren, ländlichen Gegenden Australiens besteht darin, sie in freier Natur zu sehen, besonders in der Morgen- und Abenddämmerung.

Einige der kleinen Unterkünfte, die wir anbieten, machen dies möglich, ohne dass Sie überhaupt nach Wildtieren suchen müssen. Vielleicht treten Sie morgens auf Ihre Terrasse und entdecken Kängurus, die in der Nähe grasen, oder beobachten, wie sie auf dem Gelände auftauchen, wenn die Dämmerung einsetzt.

Besonders vorsichtig sollten Sie beim Autofahren sein. Deshalb empfehlen wir generell, lange Nachtfahrten in abgelegenen Gebieten zu vermeiden und jeden Tag so zu planen, dass Sie Ihre Unterkunft nach Möglichkeit noch vor Einbruch der Dunkelheit erreichen. Das ist zwar nur ein kleiner Aspekt der Routenplanung, trägt aber dazu bei, dass Ihre Reise sowohl sicherer als auch angenehmer wird.

Aus queensland kangaroo outback i Stock

Kängurus sind für Autofahrer gefährlich, da sie besonders in der Dämmerung Straßen überqueren

Häufige Fragen

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