Mit dem Allradcamper durch Westaustralien

15 April 2020

In der TravelEssence-Reihe "Kleine Liebeserklärungen an Down Under" teilen unsere ReiseberaterInnen und KollegInnen aus dem Team einige ihrer schönsten Momenten und Erinnerungen aus Neuseeland und Australien mit Ihnen. Zum Informieren, Wegträumen & Inspirieren für Ihre eigene Reise in der Zukunft. #DreamNowTravelLater

Reise-Expertin Nicole Nierenberg aus demTravelEssence Büro in Frankfurt erinnert sich leidenschaftlich gern an einen epischen Roadtrip durch Westaustralien.

Es gibt eine Tour, die ich unbedingt nochmal machen möchte, die mich schon seit 2008 wahnsinnig begeistert - die Westküste Australiens von Perth bis nach Darwin mit dem Allradcamper.

Westaustralien ist anders - in erster Linie größer und leerer ohne besonders viel Infrastruktur. Man muss sich hier bewusst sein, dass man viele Stunden hinter dem Steuer sitzt, um den nächsten Ort zu erreichen; ein Allradcamper ist Pflicht, um so die tollsten Nationalparks zu erreichen.

Ich war damals 6 Wochen unterwegs und eigentlich ist es fast unmöglich, hier die Highlights aufzuzählen. Ich mag es gerne versuchen, kann aber jetzt schon sagen: die Liste ist definitiv nicht komplett! Starten wir mit dem Kalbarri Nationalpark, der sich von der schroffen Küste bis ins Landesinnere zieht. Hier gibt es Wanderungen, bei denen man schon zu Beginn sehr klar auf die Gefahr der Hitze hingewiesen wird und daher mehrere Liter Wasser pro Person dabei haben sollte. Viele dieser Touren starten am Nature's Window, das ein absoluter Traum für jeden Hobbyfotografen ist.

  • Kalbarri Nationalpark: Nature's Window
    Kalbarri Nationalpark: Nature's Window
  • Karijini Nationalpark
    Karijini Nationalpark

Mein Lieblingsnationalpark ist jedoch der Karijini Nationalpark im Landesinneren, hier insbesondere die kleine Wanderung zu den Weano und Hancock Schluchten. Es handelt sich hier um einen rund 4,5km langen Rundweg, der durch enge Schluchten und teilweise durch (Sie haben richtig gelesen: wirklich durch) Flüsse geht. An mancher Stelle hangelt man sich auch an einem Seil in den nächsten Pool herunter. Belohnt wird man mit tollen Wasserfällen, an deren Grund man schwimmen gehen und sich erholen kann - daher sollte man unbedingt immer etwas zum Schwimmen unter den Klamotten tragen. In lebhafter Erinnerung geblieben sind mir auch die intensiven Farben Karijinis, diese wahnsinnig rote Erde und die roten Felsen.

  • Purnululu Nationalpark
    Purnululu Nationalpark
  • Roadsign im Purnululu Nationalpark
    Roadsign im Purnululu Nationalpark

Aller guten Dinge sind 3, daher möchte ich zu guter Letzt noch etwas zu meiner abenteuerlichen Fahrt nach Purnululu (die Bungle Bungles) sagen. Hierbei handelt es sich um einen 53 km langen Track, der definitiv nur mit einem gescheiten Allradfahrzeug in der Trockenzeit und viel Ruhe und Geduld zu bewältigen ist. Von Sand und Felsen bis zu Flussdurchquerungen ist hier alles dabei, dafür erwartet Sie am Ende jedoch eine atemberaubende Landschaft, die man so in Australien nur ein Mal findet. Die Sandsteinformationen des Nationalparks erinnern an Dome oder auch Bienenkörbe, man kann diese auf vielen kleinen Wanderungen und Spaziergängen erkunden. Mein Tipp: wenn Sie Purnululu besuchen möchten, nehmen Sie sich Zeit, denn auch die Strecken im Park sind rauh und ziehen sich daher etwas in die Länge. Ein Besuch ist dieser tolle Nationalpark aber allemal wert und glauben Sie mir, nur ganz wenige Touristen 'wagen' sich hier hinein.

Ich könnte hier noch stundenlang weiterschreiben, denn Westaustralien ist für mich ein ganz besonderer Ort. Wenn Sie also mehr über WA erfahren und weitere Geschichten hören möchten, bringen Sie unbedingt Zeit mit :)

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