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Unsere Tipps zum sicheren Fahren im australischen Outback

Das Outback in Australien erstreckt sich über beinahe ¾ des Kontinents. Abseits der schillernden Großstädte und belebten Küsten ist der Horizont endlos weit. Nur wenige asphaltierte Highways durchziehen die Landschaft. Auf ihnen donnern die Roadtrains mit bis zu 50 Meter Fahrzeuglänge entlang. Die Wildnis, Natur und Abgeschiedenheit des australischen Outbacks lassen viele von abenteuerlichen Roadtrips und Lagerfeuer-Romantik träumen.
Auf Sandpisten warten tolle Strecken für ein Abenteuer mit dem 4WD (Allradfahrzeug). In Gegenden, in denen die Kinder per Funk durch die “School of the Air” unterrichtet werden, wo Rinderfarmen so groß wie Belgien sind und der Royal Flying Doctor Service vorbeischaut, wenn ein Notfall eingetreten ist. Stellen Sie sich vor, Sie fahren innerhalb weniger Stunden vom quirligen Trubel am Flughafen durch den roten Sand der weiten Wüste oder über unbefestigte Straßen zu tiefen Schluchten, orangefarbenen Felsformationen, Wasserfällen, Flüssen und Aborigine-Gemeinden.

Warum Sie sich für eine Selbstfahrer-Tour im Outback gut vorbereiten müssen

Wenn Sie eine Fahrt durch das Outback planen, sollten Sie sich auf jeden Fall gut auf ein solches Abenteuer vorbereiten. Sorgen Sie für Ihre Sicherheit, damit Ihr Urlaubserlebnis ungetrübt bleibt und Sie lange von den schönen Erinnerungen erzählen können. Nehmen wir als Beispiel die Gibb River Road, die 660 Kilometer lange Route von Derby nach Kununurra (oder umgekehrt). Die Strecke durch die Kimberley-Region im Nordwesten Australiens birgt eine der schönsten, noch unberührten Gegenden weltweit. Obwohl sie in den letzten Jahren teilweise geteert, Abschnitte begradigt und Brücken über Flüsse gebaut wurden, zählt sie noch immer zu Australiens großen Abenteuer-Routen. Um hier zur nächsten Tankstelle zu gelangen, müssen Sie teilweise 300 bis 400 Kilometer zurücklegen. Auch Übernachtungsmöglichkeiten und Geschäfte liegen alles andere als an jeder Ecke. Um also eine Reise im australischen Outback sorglos antreten zu können, sollten Sie gut vorbereitet sein und ein paar wichtige Regeln beachten, wenn Sie unterwegs sind.

Wir haben die wichtigsten Regeln für das Fahren im Outback für Sie zusammengestellt:

Nehmen Sie ausreichend Trinkwasser und Vorräte mit

Sie träumen für Ihre Reise durchs Outback von einem 4WD (Allradfahrezug) mit einem Zelt auf dem Dach? Dann müssen Sie im Voraus Ihre Vorräte dafür einkaufen und planen, an welcher Stelle Sie diese wieder auffüllen können. Aber selbst wenn Sie von Unterkunft zu Unterkunft durch das Outback reisen, ist es ratsam, genug Vorrat für den Weg im Gepäck zu haben. Schließlich könnten Sie auf der Strecke ja eine Panne haben oder es stellt sich heraus, dass der Weg zum nächsten Laden doch länger ist als ursprünglich gedacht. Aber wie planen Sie richtig für Ihre Vorräte und wie viel sollten Sie mitnehmen? Hier ein paar Tipps:

Was tun bei einer Panne im australischen Outback?

Der wichtigste Tipp im Fall einer Panne: Bleiben Sie immer bei Ihrem Fahrzeug! Warum? Es ist einfacher, ein Auto als eine einzelne Person zu finden - Darüber hinaus bietet Ihr Wagen Schutz vor der intensiven Sonne. Üben Sie sich bereits zu Hause im Reifen wechseln und nehmen Sie immer ein Reserverad für die Fahrt im Outback mit sich. Für wirklich abgelegene Regionen ist es sogar empfehlenswert, 2 Reserveräder mitzunehmen. Denn auch zur nächsten Werkstatt können es mehrere hundert Kilometer sein. Rechnen Sie auch immer damit, dass Ihnen der Treibstoff ausgehen könnte. Manchmal biegt man doch für den ein oder anderen ungeplanten Ausflug rechts oder links der Straße ab und fährt mehr Kilometer als ursprünglich geplant. Oder Ihr Fahrzeug verbraucht mehr als Sie denken. Wappnen Sie sich! Führen Sie stets 1 oder 2 volle Benzinkanister auf der Fahrt mit sich und füllen Sie diese - ebenso wie Ihre Wasservorräte - bei jeder Gelegenheit, die sich bietet, wieder auf. Sie sollten an jeder Tankstelle, an der Sie vorbeikommen, jedes Mal voll tanken. Im Outback gibt es schließlich nicht regelmäßig Gelegenheit dazu.

Tiere, Hindernisse und Gegenverkehr - wie verhalte ich mich?

Schafe, Rinder, Kängurus, aber auch Kamele streifen frei im Outback Australiens herum. Seien Sie wachsam, sobald Sie Tieren auf der Strecke oder entlang des Weges, begegnen. Fahren Sie langsam und lassen Sie die Tiere an sich vorbeiziehen. Sie haben schließlich Zeit! Eine Regel, die Sie übrigens beim Fahren in allen Regionen Australiens beachten sollten (außer in städtischen Gebieten) ist: Fahren Sie nicht bei Dämmerung und in der Dunkelheit. Das ist die Zeit, in der die Tiere am aktivsten sind und unerwartet vor Ihr Auto springen könnten. Fahren Sie generell im Outback mit einer mäßigen Geschwindigkeit. Sie sollten immer in der Lage sein, vor einem auftauchenden Hindernis in ausreichendem Abstand zu halten. Einige Straßen oder Strecken bieten gerade ausreichend Platz für ein Auto. Kommt ein Fahrzeug entgegen, sollten Sie bei langsamer Geschwindigkeit Platz machen. Fahren Sie bei Ihrem Ausweichmanöver zu schnell, könnten Sie ins Schlingern geraten und einen Unfall verursachen. Achtung bei großen Lastwagen oder den wirklich beeindruckend langen Roadtrains, die im australischen Outback oftmals - vollbeladen - unterwegs sind. Sie sind die Könige der Straße. Machen Sie Platz und warten Sie in Ruhe ab, bis sich die rote Staubwolke wieder gelegt hat, die diese Riesen auf einer ungeteerten Straße verursachen. Setzen Sie Ihre Fahrt erst bei guter Sicht fort. Sie sollten einen Roadtrain auf einer ungeteerten Strecke auch niemals überholen. Der aufgewirbelte Staub verhindert die Sicht, die Sie für ein solches Manöver aber unbedingt benötigen.

Auch die folgenden Punkte sollten Sie bei einer Reise in abgelegene Outback-Regionen Australiens beachten:

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