P. Levin

Hallo Herr Fley,
ich möchte mich gerne persönlich bei Ihnen und Ihren Kolleginnen für Ihr Engagement bedanken, das zu einer wirklich gelungenen Reise beigetragen hat. Alles hat prima geklappt und wir sind voller schöner Eindrücke zurückgekommen. Das Weinpaket war gestern eine gelungene Überraschung - auch dafür danke.

Die Kameltour kann man übrigens sehr empfehlen, vorausgesetzt, man mag Kamele. Die Tiere werden liebevoll behandelt, der Weg und dann der Ausblick vom Kamelrücken auf den Uluru bei Sonnenuntergang - einfach schön.

Auch lohnt es sich für Interessierte Ausschau zu halten, wo das Bengarra Dancetheater gastiert - wir hatten eine wundervolle Aufführung im Opernhaus in Sydney.
Alle Unterkünfte prima - besonders die B&Bs haben wir genossen und natürlich Kewara Beach Ressort. Marion wünscht sich, dass häufiger deutsche Gäste kommen und wir sind wirklich lieb umsorgt worden in dem schönen, luftigen Haus und während unserer Krokodiltour auf dem Daintree River - hohe Ausbeute und sehr eindrucksvoll.

Die Kanutour halten wir eher geeignet für Menschen, die Erfahrung mit dem Paddeln haben - wir haben uns gefühlt wie bei einem Einführungskurs für Wildwasserfahren - hatten aber viel Spaß.
Die Unternehmen Sailaway und Wayoutbacktours: super organisiert, tolle Touren, nette Crew auf dem Schiff und toller Gruppenleiter bei Wayoutback.
Dann hatten wir ja noch Glück mit dem, was man sich wünschen, aber vorher nicht fest buchen kann - dem Wetter. 20 Grad und Sonnenschein in Sydney, nicht allzu kühle Nächte im Outback - keine Fliegen, wenig Mücken...

Also: noch mal vielen Dank
und mit herzlichen Grüßen
P. Levin

Uluru Kamel-Tour bei Sonnenuntergang

Hier ein Auszug aus unseren schönen Reise-Erinnerungen

Als der Entschluss feststand, nach Australien zu reisen, waren wir uns schnell über Ziele und Gestaltung unserer Reise einig: unsere Freunde in Sydney besuchen, wenn möglich Karten für die Oper ergattern; ins Outback sollte es gehen, das Great Barrier Reef wollten wir sehen und den Regenwald erleben. Für mich war ein „must have“ ein Kamelritt am Uluru zum Sonnenuntergang (diese Möglichkeit hatte ich bereits im Internet recherchiert). Die großen Entfernungen, die uns der Blick auf die Landkarte noch einmal verdeutlicht hatte, wollten wir per Flugzeug zurücklegen, um an den verschiedenen Stationen mehr Zeit verbringen zu können.

Wunderschöner Schmetterling im Daintree Regenwald

Mich verließ ein wenig der Mut bei der Vorstellung, wie es gelingen könnte, Flüge, Unterkünfte und gewünschte Touren zu koordinieren und zu buchen. Ich erinnerte mich, dass wir den Tipp bekommen hatten, dass es noch ein Reisebüro in Frankfurt gäbe, das sich auf Australien und Neuseeland spezialisiert hat. Im Internet las ich viele positive Rückmeldungen zu dem Unternehmen, das Individualreisen plant und dessen Mitarbeiter/ innen zum Teil selbst in Australien gelebt oder gearbeitet haben. Wir nahmen telefonisch Kontakt auf und die Unterhaltung am Telefon war sehr angenehm. Herr Fly hatte vorgeschlagen, uns ein Angebot zu unterbreiten - entsprechend unserer Wünsche und zeitlichen Möglichkeiten. Dies bekamen wir schnell per Mail zugesandt. Unsere Ideen waren hübsch, wie an einer Perlenkette aufgereiht, ergänzt durch einige neue Vorschläge: Aufenthalt in den Atherton Tablelands, dort für 11 Tage ein Auto haben, eine Kajak-Tour auf einem Fluss. Der Reisepreis verursachte uns beiden Schnappatmung – aber: die Langstrecken- und Inlandsflüge waren natürlich allein schon teuer, und wir wollten ja schließlich auch viel sehen und erleben. Durch die Wahl anderer Unterkünfte ließ sich der Preis noch etwas verringern.

Ein Ausflug zum Great Barrier Reef

Als ich die endgültige Reiseplanung im Frühjahr 2017 auf dem Sofa als dicken, ausgedruckten Stapel vor mir sah und schließlich auch durchgelesen hatte, bekam ich den Eindruck: eine schöne Tour und wir haben uns viel vorgenommen.

Die Vorfreude ist groß und schließlich kommt der Tag der Abreise. Wir steigen in den Flieger - mit vielen Stunden Flugzeit vor uns. Unsere Sitze in der Premium – Economy – Class sind breit, allerdings die Fußrasten in der ersten Reihe zum Ausstrecken der Beine nicht wirklich bequem; das Essen schmeckt gut, wir stoßen mit Rotwein im Plastikbecher auf den Beginn unserer Reise an, wünschen uns harmonisches Miteinander und dass alles gut klappt. Irgendwie geht dann auch die Zeit herum.

Insgesamt ist ein Aspekt unserer Reise: Glück in großen Dingen wie: Das Wetter, keine von uns wird krank, bei Unterkünften und den gebuchten Touren werden unsere Erwartungen übertroffen, wir können uns auf der ganzen Reisen über getrennte Betten freuen, nichts Wichtiges geht verloren, wir treffen überall auf sehr nette, hilfsbereite Menschen und wir erleben tolle Momente in den verschiedensten Landschaften. Missgeschicke säumen auch den Weg unserer Reise, allerdings passiert nichts, was sich nicht zu Hause dank Versicherung, eigenem Geld und Neuerwerb regeln und auf der Reise mit Kreativität und Humor bewältigen ließe…

Yulara

Unser Flug nach Yulara, dicht am Uluru gelegen, ist im Vergleich zu den anderen Flügen nur ein Katzensprung. Der kleine Flughafen übersichtlich, der Schalter für den Shuttlebus und der passende Bus schnell gefunden. Wir sitzen etwas auf heißen Kohlen, denn am Spätnachmittag werden wir für den Kamelritt abgeholt, den wir keinesfalls verpassen wollen. So warten wir ungeduldig, dass der Bus losfährt, gut gefüllt mit Passagieren ist er ja. Dann müssen doch noch Koffer ein-, andere wieder ausgeladen werden, aber schließlich geht’s los und die um Ayers Rock herum entstandenen Hotels werden der Reihe nach angefahren. Da begegnet einem dann auch ein 5 Sterne Resort mit Spa Angebot –

Endlich dürfen auch wir aussteigen am „Outback Pioneer Hotel“, rustikal, wie es für die Landschaft und zu uns passt. Schnell haben wir eingecheckt, unser geräumiges Doppelzimmer bezogen, mit tollem Bad, Fön, Wasserkocher, Teebeuteln, löslichem Kaffee und kleinen Wasserflaschen als Willkommens-Gruß sowie zwei Einzelbetten, was uns freut. Rasch machen wir uns bereit für die Abholung – Batterien in die Kamera, noch Jacke und Weste, denn nach Sonnenuntergang wird’s schnell kühl. Auf der Bank draußen vor der Rezeption erwarten wir die Abholung und mehrere Busse halten, um Schaulustige zum Sonnenuntergang zu fahren. Dann: mit der Aufschrift „Uluru Camel Tours“ taucht unser eher kleines robustes Gefährt auf, Britta hat unseren Voucher parat und wir denken glücklich: “geschafft“.

Die Kamelfarm ist schnell erreicht. Fünfzehn Dromedare, starke, große Tiere, wie man später sieht, liegen entspannt wiederkäuend und gesattelt zum Aufstieg bereit. Zwei Frauen, in praktischen robusten Hosen, Stiefeln und mit dem typisch australischen Hut, teilen die Kamele zu und geben Anweisungen, zur Sitzverteilung und wie aufzusteigen ist. Das an jeden ausgeteilte Schaffell zum Unterlegen macht das Sitzen zu einer wirklich komfortablen Angelegenheit. Es freut mich zu sehen, dass die Tiere hier gut behandelt und geliebt werden – das ein oder andere Küsschen wird verteilt und mit Geduld und gutem Zureden reagiert, wenn die Bereitschaft zum Aufstehen bei einem der Tiere nicht sofort vorhanden ist oder etwas dramatisiert über den Aufstieg der Reiter „gemotzt“ wird.

Endlich ist die Karawane abmarschbereit. Wir haben einen Platz in der Mitte auf „Hannibal“ erwischt, was sich insofern als günstig erweist, als wir die vielen Erklärungen der beiden Führerinnen einfach als Hintergrund-gemurmel wahrnehmen und in vollen Zügen die Landschaft und das gemächliche Schaukeln sowie die Geräusche des Wiederkäuens genießen können. Unseren Weg kreuzen keine anderen Touristen, man wähnt sich als Gruppe allein hier, es geht durch roten Sand, ein wenig bergauf, bergab. Der Uluru ist zu sehen und wir sind erstaunt, wie bewachsen die Landschaft hier ist. Sträucher mit rosafarbenen Blüten säumen unseren Weg, hohes Gras glitzert silbern im Gegenlicht, kleine Bäume dazwischen und immer wieder der Blick auf den heiligen Berg der Aborigines.

Auf der Kuppe eines Hügels mit Blick auf den Uluru kommt die Karawane zum Stehen, und vom Rücken der Kamele schauen wir zu, wie die Sonne langsam untergeht, Himmel, den Uluru und die Landschaft um uns herum in andere Farben taucht. Ich bin sehr glücklich und für mich könnten diese Momente noch ewig dauern. Unsere Begleiterinnen schreiten die Karawane ab, von jedem werden mit der eigenen Kamera oder dem eigenen Handy Fotos gemacht – ein netter Service. Dann geht es, nach eineinhalb Stunden gemütlich zurück zur Farm, der Mond ist am Himmel zu sehen. Absitzen und im Warteraum und Souvenirshop warten Getränke, selbstgebackenes Bierbrot und verschiedene Dips auf uns. Britta und ich erstehen noch Creme mit Kamelmilch und Postkarten – das Rezept für das Brot zum Nachbacken gibt es gratis dazu. Dann wird zur Rückfahrt in die Hotels gerufen und per Kleinbus geht es zu unserem Quartier.