Ehepaar Biller

Liebes TravelEssence Team,

liebe Frau Zorn,

wir sind von unserer Individual-Reise „40 Tage durch Australien“ wohlbehalten wieder in der Heimat gelandet. Jetlag hatten wir weder bei der Hin- noch bei der Rückreise so wirklich verspürt, dank der von Ihnen optimal ausgewählten Flugzeiten und dem von Ihnen empfohlenen Stopover Aufenthalt von jeweils 2 Tagen in Singapur. Darüber waren wir überrascht, hatten wir bei den Vorbereitungen zur Reise doch etwas Sorge, ob wir den langen Flug in der Economy Class nach Australien auch wegen unseres fortgeschrittenen Alters gut durchstehen würden.

Über „40 Tage durch Australien“ unsere Eindrücke zu schildern, wo doch jeder Tag besondere Erlebnisse bot, würde den Rahmen sprengen.

Doch das Wesentliche kann man sagen, alles lief wie von Ihnen vorbereitet und organisiert ohne irgendwelche Probleme ab: Keine Fehlbuchungen, keine Stress-Situationen wegen zu knapp kalkulierter Reisezeiten, keine Überbuchungen in den Domestic Flights, die Leihwagen waren immer parat und eher eine Klasse besser als im Voucher vorgesehen und ganz wichtig, die von uns gewünschten kleinen familiären Unterkünfte waren ganz was Besonderes. Eigentlich schon etwas langweilig, wenn auf einer solch langen Reise alles nach Plan klappt, nichts Unvorhergesehenes im organisatorischen Ablauf eintritt. So konnten wir uns nie über eine schlechte Organisation aufregen oder gar beschweren. Sie haben das ja auch selbst festgestellt, wir haben während der Reise nie Ihre Soforthilfe benötigt.

Am 27. Oktober sind wir ab Zürich gestartet, dann bekamen wir nach „15 Tagen“, direkt nach unserer 4-tägigen Allradtour durchs Outback ein schlechtes Gewissen, wir müssen uns doch jetzt mal melden, sonst denkt Frau Zorn wir sind evtl. in dem Kontinent der Extreme verschollen, von der giftigsten Schlange auf Erden gebissen oder gar von Krokodilen gefressen worden. Doch der Reihe nach: Singapur, Cairns, Daintree National Park, Wanderung im Regenwald in der Mossman Gorge mit dem Aborigine Michael, den „Mount Sorrow Ridge Trail“ am Cape Tribulation begangen ohne dass ein Kasuar uns Angst gemacht hatte oder giftige Spinnen über den Weg hingen. Dann zum Great Barrier Reef rausgesegelt nach Low Isles und die Unterwasserwelt erschnorchelt, dabei nicht mit den gefährlichen Würfelquallen in Berührung gekommen. Wir sind weiter nach Süden mit einem Propellerflugzeug entlang der Küste mit traumhafter Sicht auf das riesige Great Barrier Reef nach Hamilton Island geflogen und von dort mit der Fähre durch die „Withsunday Inselwelt“ nach Airlie Beach gedüst wo wir anderntags mit der Bavaria 50 Segelyacht „Amadeus“ mit dem Skipper Dale und nur wir beide allein auf Hook Island gesegelt sind und im Nara Inlet geankert haben. Dale ließ uns aber nicht vom Schiff aus ins verlockende Wasser springen, eine Woche zuvor war ein Zwischenfall mit einem Haiangriff auf Schwimmer in dieser Bucht. Dafür erhielten wir ein köstliches Mittagsmahl mit frischem Fisch, Gemüse und Salat, alles aus der Bordküche von Dale hervorgezaubert. Bei all den vielen Erlebnissen und ständig neuen Eindrücken bestand einfach kein Anlass mit TravelEssence Kontakt aufzunehmen, ja wir hatten zu tun mit den rechtzeitigen Voranmeldungen bei den nächsten Aktivitäten, den vorgebuchten Unterkünften, den Flügen und den Mietwagen.

So folgte ein 2-tägiger Besuch bei einer uns bekannten Farmerfamilie in der Nähe von Mackay, da streiften wir durch den Busch (zu Fuß und mit dem Jeep) und zählten die Rinder, die in kleineren Gruppen verstreut auf dem großen Farmgelände grasten (man braucht mit dem Pferd 1 Tag um die Grenzzäune rundum zu kontrollieren) und schauten ob die Zäune alle noch in Ordnung waren, neue Kälbchen geboren wurden und die Billabongs (Teiche) noch ausreichend Wasser enthielten.

Dann ging es per Inlandsflug von Brisbane über die Simpsons Desert direkt zum Ayers Rock Airport, wo wir den Uluru zu Fuß umrundeten (ein Aufstieg kam für uns nicht in Frage, aus Respekt vor dem Heiligtum der Aborigines, war aber Ende Okt. 2019 sowieso gesperrt worden). Mit einer kleinen Gruppe von 8 Personen ging es weiter im Allradbus über 4 Tage lang durch die unvergesslichen Landschaften wie Kata Tjuta, Kings Canyon und die West MacDonnell Ranges, übernachtet wurde in Busch-Camps im Zelt, einmal haben wir den australischen Swag getestet und unter freiem Himmel geschlafen (zuvor wurde der Boden ums Camp und den Schlafplatz auf Spuren gefährlicher Tiere untersucht). Zur Tour gehörte Holz zu sammeln fürs abendliche Lagerfeuer, helfen die Mahlzeiten zuzubereiten, abzuspülen und alles wieder im Hänger des Fahrzeuges zu verstauen. Das war ein tolles Abenteuer für sich, wobei unsere Guide-Missis „Sarah“ das Allrad Fahrzeug auf den Waschbrett-Naturpisten voll im Griff hatte, die Versorgung mit Essen und Trinken und das Zubereiten der Mahlzeiten (teilweise am Lagerfeuer) unvergesslich und gekonnt jeden Tag außergewöhnlich souverän gemeistert hat, die Landschaften und Sehenswürdigkeiten professionell und fundiert erklärt und die Highlights wie Kings Canyon mehrstündig mit uns erwandert und darauf geachtet hat, dass eine Wandertour zu Ende war, „bevor 37 ° C“ Lufttemperatur im Schatten erreicht wurden.

Im Outback gab es praktisch nirgends Empfang um Emails abzusetzen, wir lebten gesund, sozusagen „hochfrequenzstrahlenfrei“, doch gerade da kam es wieder auf, unser schlechtes Gewissen, als wir im Schlafsack den südlichen Sternenhimmel betrachteten, wir sollten uns jetzt doch endgültig mal melden bei Frau Zorn in der Heimat. Also taten wir das, just 15 Tagen nach unserer Abreise am 11. Nov. am Ende der Outback Tour von Alice Springs aus. Hallo, Frau Zorn wir melden uns aus Australien, alles ist gut, alles ist phantastisch, die Entfernungen sind gewaltig, der Vorschlag von Ihrer Reiseberatung größere Strecken (an denen sich auf hunderte von Kilometern landschaftlich sich kaum was verändert) zu Fliegen war genau das Richtige. Statt tagelang durch endlose gleichbleibende Landschaften zu fahren, den Zeitgewinn sinnvoller für die Sehenswürdigkeiten zu nutzen und die höchst sehenswerten National Parks oder die Welt-Kulturerbe-Stätten mit dem Fahrzeug, mit dem Fahrrad oder per Fuß zu erkunden, das sind bleibende Erinnerungen. Und dann schrieben wir noch, wir reisen weiter so und hoffen, dass wir nicht ab morgen mit den „Buschfeuern“ zu tun bekommen werden.

So flogen wir nach Sydney an die Ostküste zurück, ja und siehe da, beim Sinkflug zum Airport drückten die Passagiere ihre Nasen an den Fensterchen platt, man sah Buschfeuer-Rauch über der ländlichen Umgebung der Metropole Sydney liegend. Und kaum im Hotel angekommen und W-LAN Empfang bekommen, erreichte uns die E-Mail von TravelEssence, achtet auf die „Buschfeuer“, fragt die jeweiligen Vermieter der Unterkünfte, die jeweils angesteuert werden, die wissen Bescheid über die aktuellen Situationen vor Ort und die können weiterhelfen. Zusätzlich erhielten wir von Ihnen zur Information die Webseiten/WEB Adressen über die amtlichen offiziellen Brandwarnungen und Straßensperrungen in NSW.

In Sydney hatten wir absolutes Glück, kein Rauch, obwohl schon ein Feuer unkontrolliert in einem 140 Km nordöstlich der Stadt liegenden National Park (Worimi N.P.) loderte. Die Winde standen so, dass Sydney nicht betroffen war. Sydney war klar, strahlend blauer Himmel, überwältigend, einmalig, die Stadt, das Flair, die Leute, die Bondi- und Manley Beach, der Hafen, die Schiffe, die Harbour Bridge und ja, nicht zu vergessen, das Highlight „Sydney Opera House“, dieses Wahrzeichen steht fest und gut gegründet wie immer und wie jeder es kennt im Hafen und wurde auch von uns von außen, von allen Seiten, ja sogar von innen bei einer Backstage-Tour bewundert. Dann aber bei der Fahrt in die Blue Mountains, war der Himmel durch Rauch verdunkelt, die Sonne nur noch schemenhaft durchscheinend.

In der netten kleinen familiären Unterkunft in Leura sagte uns die Wirtin nach unserer Ankunft und dem versorgen unseres Gepäckes im Zimmer, wir sollen heute Nacht die Koffer nicht auspacken, es besteht zur Zeit die „höchste Warnstufe = Catastrophic und es kann möglich sein, dass Leura und Katoomba in der Nacht evakuiert wird. Wir sollten uns aber keine Sorgen machen, einfach ruhig schlafen, wenn alarmiert wird, dann ist alles bestens organisiert….. Es war in dieser Nacht nichts, kein Feuer aber etwas gespenstische Ruhe auf den Straßen, nur noch ein Restaurant war geöffnet um ein Abendessen zu bekommen. Am nächsten Tag war schönster Sonnenschein, aber wandern, was wir wollten, in den Talgrund absteigen im Nationalpark, daran war nicht zu denken. Alles gesperrt. So schauten wir uns die „Three Sisters“ Felsen von der Aussichtsplattform an und versuchten, dass wir ein Foto aufnehmen können ohne die vielen asiatischen Touristen Ansammlungen. Mehr bekamen wir von den Buschfeuer nicht mit, waren aber höchst sensibilisiert, als wir die riesigen dicht bewaldeten Täler (im Unterholz knochentrocken) in den Blue Mountains sahen, uns wurde klar, wenn es da brennt, dann brennt es aber richtig, da gibt es nur noch eins, entweder das Gebiet zu verlassen oder in Rescue Zentren auszuharren. Wir haben das ganze noch recht locker genommen (so wurde und gesagt), es sind ja jedes Jahr heftige Buschfeuer in New South Wales und Victoria, die Leute leben damit. Wir haben diese Tatsache verglichen mit den Lawinen bei uns in den Alpen, da gibt es ähnliche Warnstufen. Bei der höchsten Lawinen Warnstufe sind z.B. in Lech am Arlberg auch die Zufahrtsstraßen zu, dann kann es sein, dass 3 – 4 Tage niemand mehr das Dorf verlassen kann, oder nur VIPs per Heli evakuiert werden.

Danach wollten wir auch mal den Zug nutzen und wir fuhren mit dem New South Wales Train ca. 900 KM von Sydney nach Melbourne, durch Farmland, trockenes gelbes Grasland, Kängurus, Rinder, Eukalyptus-Bäume, es war gemütliches Reisen. Zu unsrer Zeit waren noch keine Feuer in dieser Gegend vorhergesagt (kurz nach uns brannte es bzw. brennt noch auch in dieser Gegend lichterloh).

Auch die Strecke von Melbourne bis nach Adelaide danach war noch außerhalb der höchsten Buschfeuer-Gefahrenzone, so konnten wir die weitere Reise entspannt geniessen. Wir haben erst da so richtig gespürt was es heißt, eine solche Reise vorzuplanen.

Die Reiseplanung von TravelEssence war einfach perfekt.

Bei der Weiterfahrt auf der Great Ocean Road und den Besuchen der National Parks wie Great Ocean Walk, auf dem wir eine Sektion die Küste entlang gewandert sind, den Otway N.P. mit dem Regenwald Tree-Top Walk, den 12 Apostels, wo wir die erosive Kraft des Meeres an den Felsklippen sehen konnten, dem Grampians N.P. mit Wanderungen auf den „Pinnacle Lookout“ und auf den „Mount Hollow“, dann in den Höhlen von Naaracorte Caves World Heritage Site, schließlich bei der Umrundung des Mount Monster in der Nähe von Keith und zu guter Letzt auf Kangaroo Island merkten wir so richtig, dass man für eine solche Reiseplanung beste Lokal-Kenntnisse, ein fundiertes Wissen und eine langjährige Erfahrung über Australien benötigt.

Uns blieb immer ausreichend Muße und Zeit in entspanntem Reisetempo aber gestrafftem Zeitfenster, sich den Eigenheiten des Landes, der Mentalität der Menschen, den Extremen wie dem Klima, der uns unbekannten Fauna und Flora, der Natur, dem Großstadtleben, den Problemen der Farmer auf dem Land, den Aborigines, den hochgiftigen Tieren, den zutraulichen und gar nicht scheuen Tieren auf Kangaroo Island zuzuwenden.

Kurz gesagt auf dem kleinsten Kontinent der Erde aber bei den größten einzelnen Entfernungen von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit so viel wie möglich von dem wunderschönen Land zu erleben, zu sehen und zu verstehen. Wir waren jedenfalls jeden Tag davon angetan, dass wir nicht nur durch das Land rasten, sondern immer mindestens 2 oder 3 Nächte die ausgefallensten Unterkünfte geniessen konnten, so wie zum Bsp. in den Grampians, wo die Kängurus und die Emus vor unserer Terrasse ihr Futter suchten.

So verließen wir den Kontinent Australien von Adelaide aus nach ca. 5 Wochen Reise erfüllt und zufrieden über das Erlebte und waren froh die Reise Agentur TravelEssence gewählt zu haben. Wir bedanken uns für die guten Empfehlungen, die übersichtliche und hilfreiche Ausarbeitung der Reise mit dem Leitfaden „Die Reise von Tag zu Tag“, die zuverlässige Organisation der Buchungen und die Übergabe der Reisedokumente (Voucher und wichtige Informationen), war dies doch unsere erste Reise in das uns unbekannte Australien. Auch die Geduld aller Mitarbeiter von TravelEssence im Vorfeld der Reiseausarbeitung und bei dem Abschluss der notwendigen Reise-Versicherungen und den Fragen über Möglichkeiten, wie wir an jedem mehrtägigen Standort eigene Programmpunkte einbauen konnten, wo wir viele Rückfragen und Auskünfte in langen Telefonaten führten, wo wir hartnäckig ihren Herrn Moser und Ihre Frau Zorn ausfragten, wie denn die Details so vor Ort reibungslos ablaufen können oder ob denn nicht da oder dort nochmals eine Änderung des Reisevorschlags sinnvoll wäre.

So kam ein unseren Wünschen entsprechender endgültiger Reiseablauf zustande, der dann auch zu unserer vollsten Zufriedenheit von uns ausgeführt werden konnte. Es hat Spaß gemacht mit TravelEssence zu reisen, sie hatten einige Aktivitäten eingebaut, sie ließen uns aber auch viele Möglichkeiten offen, wie wir freie Tage nach unserem Gusto gestalten konnten. Dadurch mussten wir uns selbst intensiv vor der Reise mit dem Land und den Leuten (Literatur, Reiseführer, Videos, Reiseberichten etc.) beschäftigen, was bewirkt hat, dass wir Australien durch und durch verinnerlicht hatten , sodass wir die Reise nicht einfach nur so als etwas Fertiges und etwas Vorgesetztes konsumiert haben.

Mit freundlichen Grüßen, Ekkehard + Ursula Biller