Aborigine-Kultur und unberührte Natur in Westaustralien

25 Oktober 2017

Wir zeigen Ihnen, wo Sie in Australien unberührte Landstriche finden und einen der ältesten Kulturkreise unserer Erde kennenlernen. Wer auf einer Tour durch Australien das Gefühl von Ursprünglichkeit und Abenteuer erleben möchte, darf eine kleine Halbinsel nördlich von Broome in Westaustralien nicht auslassen.

Diesen Ort zu besuchen bedeutet, sich eine zeitlang von der Zivilisation zu verabschieden. Die kleine Halbinsel Dampier Peninsula liegt rund 200 km nördlich von Broome und gehört zur Kimberley Region im Nordwesten Australiens. Die Kimberley Region ist ein abgelegener Landesteil, der eine Fläche des australischen Kontinents bedeckt, die größer als Deutschland ist. Und dieses riesige Gebiet besitzt lediglich eine einzige durchgängig geteerte Straße! Kein Wunder also, dass die Natur hier noch ursprünglich ist und exotische Tiere hier wie im Paradies leben.

Sonnenuntergang am weißen Strand von Cape Leveque beim Kooljaman Camp in Westaustralien

Endloser Horizont und unberührte Strände

Auf der Dampier Peninsula - ganz im Westen der Kimberley Region - prägen scheinbar endloser Horizont, weiße, unberührte Strände, türkisfarbener Ozean und feuerrot leuchtende Felsen die Landschaft. Das vorherrschende Gefühl: Ursprünglichkeit und Einsamkeit. Die wenigen Menschen, die hier zu Hause sind, bewohnen dieses Land bereits seit mehreren tausend Jahren. Sie gehören zum Stamm der Bardi und Nyul Nyul People und haben sich den Gegebenheiten ihrer Umgebung perfekt angepasst. “Saltwater People” nennen sie sich, weil sie sich hauptsächlich von dem ernähren, was aus dem Meer kommt. Sie laden Besucher mit offenen Armen ein, dieses Fleckchen Erde und ihre Kultur kennenzulernen. Was man an diesem paradiesischen Ort erleben kann, bleibt unvergesslich.

Zurück zu den Wurzeln

Auf der Dampier Peninsula erwarten Besucher nicht nur die schier schönsten Strände der Welt. Wer hier für ein paar Tage abschalten möchte, sollte dies unserer Meinung nach damit verbinden, auch die uralten Traditionen der australischen Aborigines kennenzulernen. Dafür empfehlen wir, bis an die nördlichste Spitze der Halbinsel zu fahren, ans Cape Leveque. Dort liegt ein einzigartiges Busch-Camp in der wilden, unberührten Landschaft: Kooljaman.

Hier übernachten Gäste in Zeltunterkünften oder kleinen Holzhütten mit Blick aufs Meer und können eine wahre Persönlichkeit der Kimberley Region erleben: Brian Lee. Er zeigt Besuchern sein Land und die Lebensweise seines Stammes. Brian ist drahtig, seine Haut dunkel und das graue, lockige Haar fällt ihm wild über die Schultern. Mit spitzbübischem Lächeln heißt er seine Gäste willkommen. Wer mit ihm auf Tour geht, erlebt ein herausragendes Abenteuer. Brian zeigt das Land und den Boden seiner Ahnen. Sein Blick darauf ist einzigartig. Als Nachfahre australischer Ureinwohner kennt er es wie sonst kaum jemand. Alles, was er täglich tut, ist verbunden mit jahrtausendealten Traditionen der hier lebenden Bardi-Aborigines. Er lädt seine Gäste ein, mit ihm in diese Kultur einzutauchen.

Ein weißer Mann hält einen Krebs zwischen den Händen und Aboriginal Guide Brian Lee steht lachend daneben

Von Aborigines lernen

Auf einer Tour mit Brian erzählt er traditionelle Geschichten seines Stammes. Verbunden mit der Natur und Historie dieser Region. Im flachen Buschland findet man gemeinsam saisonale Früchte und Beeren. Probiert, welche gut schmecken und lernt ihre heilende Wirkung kennen. Später zeigt Brian, wie man auf traditionelle Weise Fische mit dem Speer fängt. Danach watet man mit ihm durch die angrenzenden Mangroven und sammelt Meeresfrüchte und große Krebse. Auf offenem Feuer zubereitet, serviert Brian später eine köstliche Mahlzeit. Traditionelles “Bush Tucker”.

Zum Abschluss des Tages noch ein Sprung ins kristallklare Wasser für ein erfrischendes Bad. Nach ein paar Tagen in dieser atemberaubenden Landschaft mit der Herzlichkeit der ursprünglichen Bewohner und ihrer faszinierenden Kultur fällt der Abschied schwer. ‘Gorna arralala jardor Booroo’ - ‘Kümmere dich um das Land, auf dem du stehst’ sind Brians Abschiedsworte, die man mit zurück nimmt in den trubeligen Alltag. Für eine Zeit lang neu geerdet, den Blick neu ausgerichtet und voller Respekt für alle Pflanzen und Lebewesen.

Kurz gesagt:

Auf Tour mit Brian Lee

Brian Lee ist Aborigine und am Cape Leveque zu Hause, 200 km nördlich von Broome. Er zeigt Besuchern auf begeisternde Art und Weise die uralten Traditionen der Bardi-Aborigines und nur wenige Stunden mit ihm bleiben für immer unvergesslich. So könnte Ihre Tour mit Brian Lee aussehen.

Übernachten im Kooljaman Camp

Gäste übernachten in Safari-Zelten, können Holzhütten mieten oder direkt am Strand campen. Was hier zählt, ist die einzigartige Schönheit der Landschaft, Abgeschiedenheit und die Kultur der Aborigines. Der Strom stammt aus Solarenergie und das Wasser wird aus örtlichen Quellen aufbereitet. Natur und Kultur pur. Buchen Sie Ihre Übernachtung frühzeitig, wenn Sie Cape Leveque besuchen möchten, denn die Anzahl der Plätze ist begrenzt.

Beste Reisezeit für das Kooljaman Camp

Die beste Jahreszeit, die Dampier Peninsula und Cape Leveque zu besuchen, ist zwischen Mai und Oktober, in der Trockenzeit.

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