Neuseelands Einheimische treffen | Crazy Pete aus Makarora

18 Juni 2020

Warum nennt sich der Neuseeländer Pete mit den langen grauen Haaren, dem dicken Schnurrbart und der Zigarette im Mund selbst Crazy Pete? Pete macht gerne verrückte Dinge bzw. eigentlich alles, was ihn glücklich macht. Laut Pete gibt es nur eine einzige Regel und die lautet, dass es keine Regeln gibt. TravelEssence Reiseberaterin Ulrike Horst hat das neuseeländische Urgestein besucht, um sich selbst ein Bild zu machen.

Crazy Pete aus Makarora

“Crazy Pete wird Dir gefallen, der ist ein Kiwi-Original“ gibt mir mein Gastgeber in Wanaka mit auf den Weg, als ich ihm von meinem nächsten Stopp berichte. Neuseeland ist eben ein Dorf und jeder kennt jeden – und ganz besonders scheint das für “Crazy Pete” zu gelten. Neugierig mache ich mich auf die kurze Fahrt von Wanaka nach Makarora, vorbei am blau schimmernden Lake Hawea mit Blick auf die Berggipfel des Mount Aspiring Nationalparks. Trotz mehrerer Besuche in Neuseeland kenne ich diese Region noch nicht. Ein echter TravelEssence-Geheimtipp eben. Vor lauter Bewunderung der immer näher kommenden Berge und des glasklaren Flusses, der sich neben der Straße entlang schlängelt, verpasse ich fast die Zufahrt zu Pete´s Lodge.

Wilkins River Tal und die Berge im Mount Aspiring Nationalpark Wilkin River Tal

Halten wir fest: Makarora ist mit rund 70 Einwohnern wirklich ein Dorf, perfekt also für ein paar ruhige Nächte inmitten der Natur. Und davon gibt es reichlich am Fuße des Weltnaturerbe Mount Aspiring Nationalparks. Pete begrüßt mich mit festem Handschlag und einem spitzbübischen Lächeln, Typ neuseeländischer John Wayne – nur ein bisschen kleiner ;). Beim Betreten der Lodge fallen mir sofort die sandfarbenen Wände ins Auge und ich kann den Impuls, mit der Hand darüber zu fahren, nicht unterdrücken: Fühlt sich gut an, rau und weich zugleich. „Das ist rammed earth“ erklärt mir Pete.

Seine Frau Janine ist Architektin und verbindet gerne nachhaltige Baumaterialien mit coolem Design, genau mein Geschmack: Gemütlichkeit mit dem gewissen Etwas hat sie auch in die Wild Earth Lodge, ihr gemeinsames Zuhause, einfließen lassen. Große Fensterfronten eröffnen den Blick von beiden Gästezimmern in das Wilkin Tal und auf den Fluss, der in der Ferne unter den Bergen zu verschwinden scheint. Ein grandioses Panorama, besonders als die Sonne untergeht und die Bergspitzen in goldenes Licht taucht.

Neuseeland makarora ausblick auf das tal und die berge Was für ein Ausblick!

Während Pete sein „Wild Dinner“ zubereitet, genieße ich die wohlige Wärme des knisternden Kamins im Wohnzimmer und plane meine Wanderung auf dem Blue Pools Walkway für den nächsten Tag. In der Umgebung von Makarora treffen der Wilkin, Makarora und Young River aufeinander, deren glasklares Wasser in den Blue Pools in leuchtenden Blautönen schimmert. Ein Paradies für Wanderer.

Nach einer entspannten Nacht unter kuscheligen Decken treffe ich Crazy Pete morgens zum Frühstück wieder. „Heute morgen ist es draußen frisch“ begrüßt er mich „darum habe ich Dir Dein Kompott ein wenig warm gemacht“. Trotz der harten Schale ist Crazy Pete, dann doch irgendwie sanft – diese tolle Mischung erinnert schon ein wenig an “rammed earth”.

Mein Tipp für Sie : Pete ist ein hervorragender Koch, lassen Sie sich ein gemeinsames Abendessen nicht entgehen.
Ulrike Horst, Reiseexpertin bei TravelEssence Köln

Crazy Petes Kochkünste

In der Lodge genießen Sie die Ausblicke, die Gemütlichkeit im Wohnzimmer und vor allem Petes und Janines Kochkünste. Wie wäre es mit frischem Lamm vom Grill oder Brathähnchen mit Salat und einem guten Wein? Pete hat seinen eigenen Pizzaofen und ein Kiwi-BBQ, womit er die besten Gerichte von Makarora zubereitet oder nach Meinung vieler Gäste sogar die leckersten Gerichte in ganz Neuseeland. Ein Abendessen mit Pete beginnt mit einem „big proost“ und dem Ausruf „Hook into it, mate!“

Eine Spezialität von Pete und eine Delikatesse in Neuseeland sind die „whitebait pancakes“. Diese Pfannkuchen werden aus rohem Weißfisch und mit Rührei verquirlt zubereitet. Der Weißfisch stammt aus dem Meer und wandert dann in die Flüsse Neuseelands. Die Neuseeländer gehen zwei Mal pro Jahr zu den Flüssen, um diesen Fisch zu fangen. Die kleinen Fische sind nicht im Supermarkt, sondern wirklich nur bei diesen Neuseeländern erhältlich. Es ist eine Art Kaviar, denn sie kosten 70 Dollar pro Kilogramm. Laut Pete sind sie „lecker, very lecker“.

Wild Earth Lodge Dinner Pete's Kochkünste - ein Genuss!

Die TravelEssence-Kunden, die in der Wild Earth Lodge übernachten, sind alle begeistert von Crazy Pete und seiner Janine. Einige Kunden kehren sogar ein zweites Mal nach Makarora zurück oder schicken Briefe und Ansichtskarten, wenn sie wieder daheim sind.

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